Die Kryptowährungs-Grundlagen für Anfänger

In diesem kurzen Beitrag möchte ich auf die absoluten Grundlagen und Fachbegriffe eingehen, die man im Zusammenhang mit Kryptowährung kennen sollte. Wenn weitere Fragen auftauchen, könnte ihr die gerne in den Kommentaren stellen. Ich werde dann versuchen, die Fragen zu beantworten und den Artikel zu erweitern.

Wie und wo kauft man Kryptowährung?

Um Kryptowährung kaufen zu können, benötigt man einen Account bei einem Kryptowährungs-Marktplatz, wie zum Beispiel Coinbase.com (Reflink). Im Englischen werden diese Marktplätze Exchanges genannt. In einem weiteren Beitrag werde ich ein paar Kryptowährungs-Marktplätze vorstellen und den Link zu diesem Beitrag hier einstellen. Da sich dieser Artikel aber um die Grundlagen drehen soll, ist dieser Abschnitt aber etwas allgemein gehalten.

Sucht euch einen vertrauenswürdigen Kryptowährungs-Marktplatz aus und registriert euch dort. Viele seriöse Marktplätze verlangen, dass ihr euch ordentlich authentifiziert. Gerade für Kunden aus Deutschland sind Anforderungen etwas höher, als wenn man aus anderen Ländern stammt. Das hängt mit den hierzulande etwas strengeren Gesetzen zusammen. Lasst euch davon aber nicht abschrecken. Ein seriöser Händler wird immer darauf bedacht zu sein, die Gesetze bestmöglichst einzuhalten. Seid ihr bei einem Marktplatz eures Vertrauens registriert, habt ihr dort normalerweise ein Konto, auf dem die Kryptowährungen gelagert werden. Manche Marktplätze handeln nur mit einzelnen Kryptowährungen, die größeren bieten aber auch den Handel mit mehreren Kryptowährungen an.

Nach dem Kauf einer Kryptowährung solltet ihr die Coins nicht auf dem Marktplatz liegen lassen, sondern in eine sichere Wallet übertragen.

Was ist eine Cryptocurrency Wallet?

Eine Cryptocurrncy-Wallet könnt ihr euch wie eine Brieftasche vorstellen, in der eure Geheimnummern zu einem Konto gespeichert werden. Grundsätzlich besteht ein „Konto“ bei einer Kryptowährung nur aus einer Kryptowährungs-Addresse und einem geheimen Schlüssel. Diese beiden Informationen werden in der Wallet gespeichert. Sollte es einem Angreifer gelingen, an die privaten Schlüssel aus der Wallet zu gelangen, kann er eine Geldübertragung von eurer Adresse an seine eigene vornehmen. Sollte eure Wallet verloren gehen, zum Beispiel durch eine kaputte Festplatte oder ähnlichem, ist das Geld verloren. Es sei denn, ihr habt ein Backup gemacht. Die privaten Schlüssel zu einer Kryptowährungsadresse kann man nämlich unmöglich wieder herstellen oder berechnen. Wenn der private Schlüssel weg ist, ist auch das Kryptogeld weg!

Wallets gibt es in vielen verschieden Formen. Als App für Handys und Tablets, als Desktopanwendung auf einem Computer, als Onlinewallet in der Cloud, als Hardwarewallet und sogar als Paper Wallet, die im Grunde nicht anders ist als ein Ausdruck eurer Adresse mit zugehörigem privaten Schlüssel. Jede Art von Wallet hat Vor- und Nachteile. Vor allem was die Sicherheit angeht, gibt es hier große Unterschiede.

Was ist die Blockchain?

Die Blockchain ist die Basis vieler (aber nicht aller) Kryptowährungen. Die Blockchain ist eine große Datenbank, in der alle Transaktionen von Anfang an fortgeschrieben werden. In der Bitcoin-Blockchain, die zur Zeit etwa eine Größe von 180 GB hat, sind alle Geldüberweisungen gespeichert. Wenn jemand einen Bitcoin an eine andere Adresse sendet, wird das in der Blockchain gespeichert. Da die Blockchain öffentlich ist, kann jeder die Geldflüsse innerhalb der Kryptowärhungssystems nachvollziehen. Daher kann auch jeder den Kontostand einer Kryptowährungs-Adresse anhand der Blockchain einsehen. Die Blockchain wächst immer weiter und wird im Internet auf vielen Computern dezentral und redundant gespeichert.

Kann man auch kleinere Beträge kaufen?

Ein Bitcoin hat zur Zeit etwa einen Wert von 13.000 Euro. Da man keine Geldscheine und Münzen bei Kryptowährungen drucken muss, kann man eine Kryptowährung bis auf viele Nachkommastellen teilen. Bei Bitcoin sind das zur Zeit 8 Nachkommastellen. Würde man für einen Euro Bitcoins kaufen, bekäme man dafür 0,00007 Bitcoin. Sinn man so ein Kauf natürlich nicht, denn wie bei allen Geldgeschäften fallen auch bei Kryptowährungen Gebühren an. Aber durch die vielen Nachkommastellen, können auch kleinere und unrunde Geldbeträge angelegt werden, ohne dass der aktuelle Wechselkurs dabei eine Rolle spielt.

Was ist Mining?

Mining nennt man das generieren von Kryptowährungen. Ein Miner berechnet mit seiner Hardware kryptographische Hashes und wird bei einem Treffer dafür mit einer kleinen Menge Kryptowährung belohnt. Je mehr Hashes in einem Kryptonetzwerk berechnet werden, umso schwerer wird es, einen Treffer zu landen. Die aufzuwendende Rechenleistung steigt dadurch an. Zwar hört es sich verlockend an, aus dem nichts Kryptowährung zu generieren, man muss aber den aufgewendeten Strom für die Rechenleistung dagegen rechnen. Gerade in Deutschland sind die Stromkosten im internationalen Vergleich sehr hoch. Deshalb sind viele Miner in Ländern aktiv, wo der Strom vergleichsweise billig ist. Mining kann man je nach Kryptowährung auch auf dem heimischen PC oder sogar auf dem Handy durchführen. Effektiv ist das aber in den wenigsten Fällen. Daher betreiben viele Miner sogenannte ASICs. ASICs sind spezielle Hardware, die einen Kryptoalgorithmus besonders schnell und effizient berechnen können.

Für einen ersten Überblick sollten diese Infos erst einmal ausreichen. Es gibt natürlich noch tausende weitere Themenbereiche, in die man sich einlesen kann. Fragen könnt ihr auch gerne in den Kommentaren stellen.

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